Homeoffice Nr. 09 – Muddis erster Einsatz

Alle da? Dann kanns ja losgehen.

Fahrzeughalle, 10. März 2021

Unser Gruppenführer Maik hat am Montag beim Online-Dienst der aktiven Gruppe nachgewiesen, daß das W-LAN im Feuerwehrhaus wieder funktioniert. Toll, dachten wir uns, dann können wir ja auch mal eine Videokonferenz machen. Um es vorweg zu nehmen – ungefähr ab Mitte der Fahrzeughalle ist das mit dem Internet vorbei…

Thema des abends war „Muddis erster Einsatz“. Hintergrundgeschichte ist folgende: unser „Neumitglied“ Jana ist grade der Ortsfeuerwehr beigetreten, hat ihre Ausrüstung in Empfang genommen und an ihren Haken gehängt. Kaum zu Hause angekommen, meldet sich der Pieper und Jana düst sofort wieder zum Feuerwehrhaus.

Erste Frage an die Jugendlichen: Hat sie auf dem Weg zum Feuerwehrhaus Sonder- und Wegerechte? Klare Antwort: NEIN! Sonder- und Wegerechte darf man nur dann in Anspruch nehmen, wenn man das den anderen Verkehrsteilnehmern auch anzeigen kann. Dafür haben Feuerwehrautos diese lustigen blauen Lichter und die laute Tröte (Martinshorn, NICHT Sirene) an Bord. Unsere privaten Pkw, Trecker und Fahrräder haben das nicht. Auf dem Weg zum Feuerwehrhaus hat sich daher jede(r) an die Straßenverkehrsordnung zu halten.

Glücklich am Feuerwehrhaus angekommen stellt Jana nun mit Erschrecken fest, daß außer Ihr kein Mensch da ist. Offensichtlich sind alle Kameraden bei der Arbeit oder sonst wo. Was um Himmels willen soll sie denn nun machen? Sofort kommt aus den Reihen der Jugendlichen der Tipp: „Ausrüsten“. Gute Idee. Für uns die Möglichkeit, die gesamte Ausrüstung vom Helm bis zum Stiefel einmal durchzusprechen. Dabei kamen sowohl die PSA für den Brandeinsatz als auch die Bekleidung für technische Hilfeleistung zum Vorschein. Außerdem nutzten wir die Gelegenheit, einmal kurz die Helmkennzeichnung vorzustellen:
roter Punkt an der Seite – Atemschutzgeräteträger
ein roter Balken an der Seite – Gruppenführer
zwei rote Balken an der Seite – Zugführer
zwei lange rote Streifen hinten – Führungsperson auf Kreisebene (siehe Foto)

Endlich vollständig ausgerüstet stellt sich Jana die Frage, welche Aufgabe sie nun wohl als erstes angehen soll. Da sich der Brandherd direkt am Sportplatz befindet und keine Menschen oder Tiere in Gefahr sind, entscheidet sie sich spontan für den Aufbau der Wasserversorgung. Sie hat nämlich schon mitbekommen, daß unser TSF leider kein Wasser an Bord hat. Und rein zufällig befindet sich mitten in der Fahrzeughalle ein Unterflurhydrant. 🙂 Logische Folgeaufgabe für die Jugendlichen – welches Material brauchen wir nun und in welcher Reihenfolge bauen wir was auf?

Tatsächlich schafft Jana es gemeinsam mit der JF, das Standrohr zu setzen und die B-Leitung von der TS zum Standrohr zu verlegen. Geschenkt, daß wir zunächst einen C- statt eines B-Schlauches verwenden wollten. Wichtiger ist, daß die Funktionen des Standrohrs (incl. Klauenmutter), des Unterflurhydrantenschlüssels, des Systemtrenners und vor allem des Sammelstücks allgemein bekannt sind und von den Jugendlichen gut wiedergegeben werden konnten.

Nach einer guten Stunde und drei Systemabstürzen beendeten wir diesen fast-praktischen Dienst. Im Prinzip hats funktioniert, aber den nächsten Versuch starten wir wohl eher aus dem Mannschaftsraum. Da steht nämlich der Router…

Danke an alle Teilnehmer, die Jana heute so toll unterstützt haben. Bleibt alle gesund – nächste Woche hören, sehen oder schreiben wir uns wieder.