Wasserski im Kalletal

Das Vorher-Foto - alle noch trocken

Stemmen, 10. August 2019

Normalerweise kennen wir Wasser ja in erster Linie als Löschmittel. Aber auf vielfachen Wunsch – vor allem aus dem Betreuerteam – haben wir heute mal versucht, über das nasse Element zu laufen. Natürlich nicht auf bloßen Füßen (das kann im Grunde nur einer), sondern auf Skiern.

Voller Vorfreude und Euphorie starteten wir ins Lippische, um dort ein paar lockere Bahnen auf dem See im Campingpark Kalletal zu ziehen – dachten wir. Allerdings erwies sich das Unterfangen doch schwieriger als gedacht. Das begann schon damit, daß es alles andere als einfach ist, sich in einen Neoprenanzug zu zwängen. Sogar unseren gertenschlanken Mädels blieb die Luft weg angesichts der engen zweiten Haut. Auch das anziehen der Skier war nicht für jeden einfach – O-Ton nach zwei erfolglosen Starts: „Ach, die kann man auch enger stellen?“

Nach ein paar Eingewöhnungsminuten waren dann alle bereit für den ersten Start. Rouven als alter Hase erläuterte noch kurz die Grundregeln (lange in der Hocke bleiben, Arme strecken) und das Vergnügen konnte losgehen.

Leider stellte sich aber heraus, daß der Anfang alles andere als einfach war. Ausnahmslos alle Neulinge klatschten in den ersten Runden direkt nach der Startrampe sofort ins Wasser. Nur Rouven und Ronja, die schon eine gewisse Übung hatten, zogen tatsächlich souverän ihre Bahnen und damit den Neid aller auf sich.

Trotzdem gab niemand auf und so stellten sich die Kids nach jedem Fehlstart tapfer wieder an. Im Laufe der Zeit entwickelten sich einige sehr ansehnliche Sturzchoreographien. Da gab es Bauchklatscher, Kopfsprünge, Arschbomben – alles was das Herz begehrt, nur auf den Brettern halten konnte sich niemand. 🙂

Erst nach einer halben Ewigkeit gelang es Sina endlich, den Start stehend zu meistern und sie belohnte sich selbst mit einer Fahrt durch den halben See, bis es sie in der Kurve doch von den Brettern warf! Was sie dabei nicht bedacht hatte war, daß sie damit den weitestmöglichen Weg zu Fuß zurück auf sich nehmen mußte. Aber zum Glück gab es mit Justin und Niklas das Notfallteam, das sofort mit Alarm lossauste und Sina beim Tragen der Skier unterstützte. Danke Jungs!

Auch Lucie hatte den Dreh inzwischen raus und legte eine ähnliche Meisterleistung hin. Wen wundert es, daß alle anderen pünktlich nach einer Stunde die Aktivitäten einstellten, die beiden sich aber immer wieder an den Start schummelten. 🙂 Eine halbe Stunde später hatten aber auch die beiden Überflieger genug und wir konnten die Heimfahrt antreten.

Danke an Dani Planert fürs Fahren. Kann sein, daß das nicht unser letzter Besuch im Kalletal war, immerhin macht Übung den Meister.