Letzte Chance genutzt – die Plakette kommt nach Hause

We proudly present - die drei Gemeindemeisterplaketten seit 1982

Haste, 22. Juni 2019

Dreimal hintereinander haben unsere Nachbarn aus Waltringhausen inzwischen die Gemeindemeisterschaft für sich entschieden. Nur noch ein Platz war frei auf der Plakette. Wenn dieser weltweit großartigste Wanderpokal seinen Platz dauerhaft in Riehe haben sollte, dann war heute die allerletzte Chance dafür – und wir haben sie genutzt!

Der Tag begann für uns im Grunde erst am frühen Nachmittag, denn ein Großteil unserer Jugendlichen befindet sich gerade im Konfirmandenalter. Da die Bad Nenndorfer Godehardi-Gemeinde den Konfirmandenunterricht alle paar Wochen Samstags abhält, kollidierte das ausnahmsweise mal mit unserem Wettbewerb. Andererseits hat die seelische Stärkung aber auch bei einigen Wunder gewirkt…

Jedenfalls fanden wir uns um 14:45 Uhr auf der Laufbahn (der Straße zwischen Grundschule und Sporthalle) ein und konnten gerade noch den Lauf der JF Bad Nenndorf verfolgen, bevor unsere drei Gruppen als letzte an der Reihe waren. Gruppe eins startete gut und Läufer 3 hatte nur wenig Schwierigkeiten mit dem Schlauch. Bei Läufer 5 aber ereilte uns dann das Schicksal in Form eines widerspenstigen Schmalgurtes. Nele kämpfte um jede Sekunde, konnte das Arbeitsgerät aber nur schwer bändigen. Die anderen neuralgischen Punkte dagegen liefen wieder reibungslos und auch Läufer 9 traf souverän mit dem Leinenbeutel ins Ziel. Im Ergebnis eine fehlerfreie Übung, aber mit 02:30 Minuten leider zu langsam, um hier was zu reißen.

Für die zweite Gruppe lief es vom Start an deutlich besser. Alles griff ineinander, die Stabübergaben waren Spitze, alle Stationen wurden in Höchstgeschwindigkeit korrekt abgearbeitet. Am Ende hatte auch diese Gruppe keine Fehler, aber das in der Fabelzeit von 02:03 Minuten! Für unsere Verhältnisse ein Jahrhundertlauf.

Gruppe drei ging dann eher mit dem olympischen Gedanken an den Start. Um allen Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen, hatten sich aus den ersten beiden Gruppen noch Kameradinnen gefunden, die die dritte vervollständigten. Zu Trainingszwecken durfte sich jeder eine Station aussuchen und das führte natürlich zu interessanten Ergebnissen. Die Fehler für Läufer 5 (Schlauch nicht ordentlich abgelegt – siehe Foto) und 9 (nicht getroffen) waren nicht mal besonders tragisch. Aber die Laufzeit von genau 03:00 Minuten brachte uns natürlich zusätzlich ins Hintertreffen. Zumindest aber haben wir ein paar potentielle Kandidaten für Läufer 3, 5 und 8 für die nächste Saison ermitteln können.

Nach einer kurzen Pause wechselten wir dann zum A-Teil. Wieder begann Gruppe eins und legte eine souveräne Leistung hin. Deutlich unter 06:00 Minuten, keine Fehler und ein Zeittakt von 12 Sekunden sahen super aus. Mit der Hypothek aus dem B-Teil reichte das aber trotzdem nur für 1.382 Punkte.

Große Chancen daher für Gruppe zwei – auch dieses Team legte einen fehlerfreien Löschangriff in der geforderten Zeit hin und krönte den Tag durch einen Zeittakt von zehn Sekunden. In der Gesamtrechnung ergab das unglaubliche 1.411 Punkte – nach der Erinnerung des JFW hatten wir in den letzten zehn Jahren nie eine solche Punktzahl! Damit hatten wir auf jeden Fall einen Kandidaten für den Gesamtsieg.

Die dritte Gruppe startete als letzte auf der Wettbewerbsbahn und zeigte, daß sie auf keinen Fall DAS letzte war. Durch ein bißchen Wooling beim zweiten Rohr überschritten wir zwar die Gesamtzeit um ein weniges und auch der Knotenzeittakt war verbesserungswürdig, aber der einzige echte Fehler war den Betreuern anzukreiden. Niemand hatte auf die TS geachtet und daher war die zweite Blindkupplung am B-Abgang beim Start nicht angekuppelt – 5 Miese für das Betreuerteam! Aber wenn man gesehen hat, mit welcher Akribie z.B. der Schlauchtrupp seine Schlauchreserve richtet, um ja Fehler zu vermeiden, kann einem um die nächsten Jahre nicht bange sein. 🙂

Kaum waren unsere Gruppen durch und die Kids mit Getränken und Pommes versorgt, baten Petra und Enrico auch schon zur Siegerehrung. Kunststück – alles hatte ja nur auf uns gewartet…

Die Grußworte hielten sich freundlicherweise in Grenzen, so daß wir nicht lange in der Sonne sitzen mußten. Wie üblich begann die Prozedur von hinten – den siebten Platz von sieben Gruppen belegte unsere Gruppe drei. Na, einer muß halt letzter sein 🙂 Auf Platz sechs kam die Spielgemeinschaft Haste/Hohnhorst/Rehren, bevor unsere Gruppe eins auf Platz fünf folgte. Den undankbaren vierten Rang belegte die JF Ohndorf, bevor auf Platz drei die JF Bad Nenndorf mit 1.397 Punkten verlesen wurde. Da der zweite Sieger nur einen Punkt mehr haben sollte, war uns schnell klar, daß wir diesmal unsere Freunde und Dauergegner aus Waltringhausen hinter uns gelassen hatten – um satte 13 Punkte!

Alles in allem ein hochklassiger Wettbewerb mit mehreren Gruppen, die an der magischen 1.400 Punkte-Grenze knappsen. Wir freuen uns sehr über dieses Ergebnis, umso mehr, da die erste Gruppe zum Bezirk durfte und die zweite nun Gemeindemeister ist – das ist doch mal ausgleichende Gerechtigkeit. Außerdem sind wir natürlich sehr froh, daß damit auch die dritte Siegerplakette dauerhaft im Feuerwehrhaus Riehe hängen wird – irgendjemand wird eine neue stiften müssen 🙂

Vielen Dank an Luisa und Alexa fürs Fahren und an alle Eltern, die den Weg nicht gescheut haben und uns mit dem Fahrrad gefolgt sind. Danke an die Feuerwehr Haste als Ausrichter und die Gemeindejugendwarte für die Organisation. Wir beenden damit offiziell die Wettbewerbssaison 2019 und werden uns beim nächsten Dienst langsam auf die Sommerferien und unsere Tour de Schaumburg einstimmen.