Osterfeuerwette 2019

Lukas vermasselt das Gruppenfoto :-)

Riehe, Karsamstag 2019

Nachdem wir in den letzten beiden Jahren zum Osterfeuer ein Geländespiel für die Dorfjugend angeboten hatten, waren die Jugendlichen der Meinung, daß wir in diesem Jahr endlich wieder zur guten alten Osterfeuerwette zwischen JF und Betreuerteam zurückkehren sollten.

Zur Erinnerung – am Vormittag des Karsamstag nimmt die Ortswehr von den Rieher Bürgerinnen und Bürgern Brenngut an. Gegen Mittag ist die Annahmezeit beendet und die JF übernimmt traditionell die Nachmittagswache, um zu verhindern, daß uns irgendjemand bis zum Abend seinen Müll unterjubelt. Naturgemäß machen das die Rieher aber eh nicht und daher wird die Wache mit der Zeit etwas langweilig. Um nun die Zerberusinstinkte unserer Jugendlichen nicht verkümmern zu lassen, schleicht sich im Laufe des Nachmittags immer mal wieder die Betreuerbande an und versucht das Feuer „anzustecken“. Das gilt es durch abschlagen zu verhindern. Sollten die Betreuer doch dreimal das Feuer erreichen, haben sie gewonnen. Gelingt das nicht, gewinnen die Jugendlichen. Die Verlierer kochen dann später im Jahr für die Gewinner.

In früheren Jahren gab es schon diverse Schlachtpläne vonseiten der Betreuer – von unterirdischen Gängen über das Anschleichen durch die Gräben bis zum Versteck im Kofferraum eines anfahrenden Pkw war schon alles dabei. Und immer haben die Betreuer gewonnen. Aber so leicht, wie dieses Jahr haben die Kids uns den Sieg noch nie gemacht. 🙂

Zunächst wollte Rapha kurz nach Ende der Warenannahme nochmal nach dem Rechten schauen. Dazu lief er aus dem Sonnenweg über den Feldweg gefühlte 500m vollkommen offen und ohne Deckung auf den Brennplatz zu. Nachdem er nur drei unserer Jungs auf dem Trainingsplatz des TuS ausmachen konnte, die aber durch ihr Fußballspiel massiv abgelenkt waren, ging er um den Holzstapel herum und sah, daß alle anderen es sich im Schatten der Feldscheune bequem gemacht hatten. Ceciles Aufschrei kam leider zu spät und so machten die Betreuer quasi aus Versehen ihren ersten Punkt. Weitere Einzelangriffe konnten dann aber zunächst abgewehrt werden. Klar, jetzt wurde ja auch aufgepaßt…

Später am Nachmittag trafen sich dann die Betreuer zu einer Lagebesprechung und zum Ausarbeiten einer Strategie. Wir kamen überein, daß Rouven Jan Bennet irgendwo im Feld im Rücken der Kids aus dem Auto werfen sollte, während Lukas und Rapha einen Scheinangriff vom Sportplatz aus starten würden. Rapha versuchte zunächst, die Kids zu einem Gruppenfoto zu überreden, aber da hatten sie Lukas schon entdeckt und rannten ihm entgegen. Bei Rapha verblieb nur eine Sonderwache, die sich aber spontan ablenken ließ und Rapha so den zweiten Punkt ermöglichte. Und wenns schon mal dumm läuft – das Siegesgeheul lockte dann wieder alle auf die abgewandte Seite des Feuers, so daß Lukas nun freie Bahn hatte. Junge, Junge, Raumdeckung üben wir nochmal…

Der Vorteil daran war, daß wir rechtzeitig zur Ostereiersuche um 16 Uhr fertig waren, so daß sich einige der Jugendlichen zusammen mit Ronja und Luisa als Osterhasen betätigen konnten. Alle anwesenden Kinder konnten ihre Körbchen mit Schokobons, Ostereier und -hasen füllen. Einen Teil der Süßigkeiten hatte unser Kamerad Claus gestiftet – vielen Dank dafür!

Den Rest des Nachmittags läutete Sinas Mama ein, die uns einen extra gebackenen Käsekuchen vorbeibrachte. Danke Silke!! Danach brauchten die Mädels offenbar Bewegung und tanzten auf dem Brennplatz herum, bis Ceciles Box ihre Geist aufgab – und noch darüber hinaus…

Um 18 Uhr brachen wir dann unsere Zelte ab und überließen das Feld wieder der Ortswehr, die dann eine Weile später das Brenngut in Brand setzte.

Vielen Dank an alle, die sich wieder einmal den Tag und teilweise die Nacht beim Aufbau und bei der Wache um die Ohren geschlagen haben, an alle Helfer an Theke und Würstchenbude, an alle Stifter und Gönner, an die Kids und deren Eltern beim Eiersuchen und vor allem an unsere drei betriebseigenen Treckerfahrer Micha, Luca und Lukas. Frohe Ostern Euch allen! Am Mittwoch gehts dann endlich weiter mit dem Training für die Wettbewerbe.