Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!!

Und nun bitte nur Riehe ... und Marco

Hannover/Riehe, 08. Januar 2018

Für den von Bürgermeister Schmidt ausgeschriebenen Videowettbewerb haben wir nun auch unseren Beitrag geleistet. Unsere in aller Welt bekannte Bloggerin Lotti hat einen Ihrer Tagesberichte ganz der JF gewidmet. Zusammen mit ihren Kameradinnen fährt sie auf Sightseeing-Tour nach Hannover…

So begann am Anfang des Jahres unser Bericht über unseren Wettbewerbsbeitrag „Lottis Life“, den Ihr alle auf den 2. Platz beim Videocontest des Bürgermeisters gehievt habt. Nun im Oktober haben wir endlich unseren Gewinn eingelöst und sind gemeinsam mit unseren Freunden aus Waltringhausen nach Berlin gefahren. Steffen und seine Truppe hatten für den Wettbewerb ein Video mit tatkräftiger Mithilfe unseres Bundestagsabgeordneten Maik Beermann erstellt und dieser hatte die Waltringhäuser zum Dank für ihre Kreativität in die Hauptstadt eingeladen. Da die Nachbarn nur die Hälfte der möglichen Plätze belegen konnten, haben sie uns freundlicherweise einfach mitgenommen. Begleitet wurden wir außerdem vom Initiator des Wettbewerbs – Bürgermeister Mike Schmidt. Und hier nun endlich der passende Bericht:

Riehe/Waltringhausen/Berlin und zurück, 10. bis 11. Oktober 2018

Nach Monaten der Vorbereitung, endlosen Telefonaten, Whatsapp-Besprechungen und Briefwechseln war die Organisation der Tour fertig. Steffen hatte eine Unterkunft für uns gefunden, ausreichend Fahrzeuge besorgt und den Zeitplan mit dem Büro von Maik Beermann abgesprochen. Um 11:20 wurden wir im Paul-Löbe-Haus erwartet, um die Sicherheitsschleuse zu passieren. Glücklicherweise waren alle pünktlich um 07:00 in Waltringhausen eingetroffen und wir konnten mit vier MTW starten.

Die Fahrt selbst blieb glücklicherweise nahezu ereignislos. Die Kinder waren noch ein Stück weit müde und die großen Staus blieben aus. Nach einer kurzen Frühstückpause an einem namenlosen Rasthof erreichten wir langsam die Stadtgrenze und arbeiteten uns durch den Berliner Ring. Das Navi schickte uns auf die Nordroute nach Spandau und so hatten wir die große Ehre, über die B5 und die B2 direkt an der Siegessäule vorbei auf das Brandenburger Tor zuzufahren. Ein beeindruckender Anblick!

Steffen hatte bereits im Vorfeld einen Parkplatz in der Nähe des Potsdamer Platzes für uns ausgeguckt und so trafen wir dann nach einem kleinen erquickenden Fußmarsch (die Abkürzung durch den Garten des Reichstages war für die abendliche Lightshow gesperrt) fast pünktlich am Bürogebäude neben dem Reichstag ein. Dort erwartete uns Herr Müller, der Büroleiter von Herrn Beermann. Als alle die Sicherheitsschleuse mit mehr oder weniger Aufwand passiert hatten, wurden wir zunächst in die Besucherkantine geführt, wo jeder zwischen drei Gerichten wählen durfte. Die Köche waren sehr nett und erfüllten sogar Sonderwünsche (Nudeln bitte ohne Bolognese, dafür Doppelt-Käse…).

Nach dem Essen trafen wir dann auch Herrn Beermann, der uns zusammen mit seinen Mitarbeitern zu einem Konferenzraum führte. Dort wurden wir von ihm freundlich begrüßt. Er erwähnte kurz den Videowettbewerb und freute sich, einen Beitrag für die gute Platzierung der Waltringhäuser geleistet zu haben. Auch für uns fand er nette Worte, aus denen man ersehen konnte, daß er gut vorbereitet war. Herr Beermann erzählte uns von seinem Werdegang und seiner Tätigkeit als Mitglied des Deutschen Bundestages. Bei aller rhetorischen Gewandtheit traf er aber bei unseren Jugendlichen problemlos den richtigen Ton. Ein wichtiges Anliegen ist es ihm, Jugendliche für die Demokratie zu begeistern und fern von jeder Parteipolitik für die Ausübung des Wahlrechtes zu werben. Es schloß sich eine Fragerunde an, bei der sowohl dienstliche als auch private Fragen gestellt werden durften. Einige – vor allem Waltringhäuser – Jugendliche fragten nach politischen Themen und Herr Beermann gab zu allem befriedigende Antworten. Dann begann Bürgermeister Mike Schmidt etwas provokante Fragen zu stellen und man merkte schnell, daß sich die beiden Duzfreunde problemlos die Bälle zuspielen konnten („Welche Qualifikation braucht man als Abgeordneter?“ – „Keine, genau wie beim Bürgermeister!“). Schnell hatten beide die Lacher auf ihrer Seite.

Nach einiger Zeit beendeten wir das Frage-Antwort-Spiel und begaben uns in die oberen Stockwerke auf die Fraktionsebene. Dort besichtigten wir den Fraktionssaal der CDU/CSU-Fraktion. Hier war der richtige Platz für ein Gruppenfoto (in der Mitte zwischen Maik Beermann und Mike Schmidt sitzt übrigens die Bundeskanzlerin – man beachte die Raute…). Übrigens hat theoretisch jede Fraktion einen der vier Türme des Reichstagsgebäudes zur Verfügung. Da inzwischen aber sechs Parteien im Bundestag vertreten sind, müssen sich die Grünen und die F.D.P. und auf der anderen Seite die Linke und die AfD jeweils einen Bereich teilen – klingt ein bißchen nach Ironie des Schicksals…

Der Besuch im Bundestag endete – wie alle Besuche – auf dem Dach mit dem Zugang zur Kuppel. Das Wetter spielte zum Glück mit und die Aussicht über die Stadt war toll. Hier verabschiedete sich Herr Beermann von uns, nicht ohne nochmal darauf hinzuweisen, daß zur Einladung auch noch ein gemeinsames Abendessen in einem bei Abgeordneten beliebten Restaurant gehöre. Er selbst könne leider nicht teilnehmen, weil andere Verpflichtungen warteten, aber Herr Müller würde ihn würdig vertreten.

Nun verließen wir das Reichstagsgebäude und steuerten zu Fuß den Deutschen Dom auf dem Gendarmenmarkt an. Dort befindet sich die Ausstellung „Fragen an die Deutsche Geschichte“, die vom Bundestag eingerichtet worden ist. Eigentlich sollten wir dort eine Führung bekommen, aber da wir uns schon mehr als eine Stunde verspätet hatten, war der Zug leider abgefahren. So waren die Jugendlichen aufgefordert, sich eigenständig über die Ursprünge unserer Demokratie zu informieren. Das funktionierte natürlich bei den unterschiedlichen Charakteren und Interessenlagen mal mehr, mal weniger gut. Einig waren sich aber alle, daß eine Stunde Aufenthalt genügte. So spazierten die Fahrer los, um die vier MTW zu holen.

Eigentlich wollten wir nur kurz die Jugendlichen einladen und dann zum Hostel weiterfahren, aber leider hatten wir mit einem der Fahrzeuge einen Unfall, bei dem ein parkender Wagen beschädigt wurde. Da der Halter nicht anwesend war, mußten wir auf die Polizei warten, die den Unfall aufnahm und konnten die Fahrt erst eine halbe Stunde später wieder aufnehmen. Keine Sorge – niemand wurde verletzt und der Blechschaden ist bereits bei der Samtgemeinde gemeldet…

Im Hostel angekommen (das etwa eine Dreiviertelstunde vom Stadtzentrum entfernt lag) konnten wir im Grunde nur kurz einchecken und mußten dann sofort wieder los zum „Neumanns“, dem Treffpunkt für das Abendessen. Bei der Parkplatzsituation in Berlin war die entscheidende Frage allerdings nicht der Weg zum Restaurant sondern die Zeit, bis man einen Parkplatz gefunden hatte. Zum Glück hatten wir den Bürgermeister im Auto, der bereits auf der Anfahrt eine passende Lücke erspähte und dann seine „Reisegruppe Schmidt“ mit traumwandlerischer Sicherheit quer über eine vierspurige Straße geleitete. Den mit bloßen Händen angehaltenen Bus wollen wir dabei nur am Rande erwähnen. 🙂 Andere hatten weniger Glück und trudelten erst ein, als wir bereits die erste Cola hinter uns hatten…

Wie bereits angekündigt, konnte Herr Beermann leider nicht kommen, aber dafür hatten wir beim Essen ein nettes Gespräch mit seinem Büroleiter Benjamin Müller, der auch einige interessante Geschichten über den Politikbetrieb in Berlin zum Besten geben konnte. Nach einem Schnitzel mit Pommes, einem Nachschlag für Mike Schmidt (für den Lotti extra die Hälfte ihres Schnitzels aufgehoben hatte) und zwei interessanten Stunden verabschiedeten wir uns von Benni. Als Geschenk für Herrn Beermann gaben wir ihm noch das extra designte T-Shirt mit – mit der Auflage, es bei den beiden Jahreshauptversammlungen in Waltringhausen und Riehe zu tragen. Und auch Mike Schmidt als „Sponsor“ der Fahrt erhielt ein T-Shirt. Natürlich gelten für ihn dieselben Regeln…

Den Abend verbrachten wir dann im Hotel. Viele aus unserer Gruppe versammelten sich noch in der Lobby und an der Hotelbar, um die Eindrücke des Tages zu bequatschen. Nach und nach verschwanden aber alle in ihren Zimmern. Allerdings mußte Mike zunächst noch eine ungenutzte Matratze aus seinem Doppelzimmer an unsere Mädels abtreten, die zu fünft ein Viererzimmer belegten. Ehrensache, daß Runa und Dana die Leihgabe am nächsten Morgen kurz vor dem Wecken wieder zurückbrachten…

Nach dem Frühstück hieß es dann wieder „Fahrzeuge besetzen“ und es ging retour zum Parkplatz von gestern in der Voßstraße. Dort vereinbarten wir, uns um 15 Uhr zur Rückfahrt wieder zu treffen. Zunächst gingen wir gemeinsam zum Brandenburger Tor, um dort das offizielle Gruppenfoto zu schießen. Außerdem nahmen unsere Mädels ihren ganzen Mut zusammen und tanzten direkt vor dem Tor ihre bekannte Choreographie. Das Video dazu werden wir zu einem späteren Zeitpunkt gerne noch veröffentlichen.

Nun durften die Jugendlichen (und Betreuer) in kleinen Gruppen die Stadt auf eigene Faust erkunden. Die größeren Mädels zog es in die Mall of Berlin zum Shoppen, andere spazierten Unter den Linden entlang und ließen die historischen Gebäude auf sich wirken. Einer wurde sogar von SAT1 zu einem Interview gebeten. Mehr oder weniger pünktlich stellten sich dann alle wieder auf dem Parkplatz ein. Die Rückfahrt konnte beginnen.

Nun zeigte sich die ganze Klasse von Steffens Navi – die Tour führte uns durch große Teile der Berliner Innenstadt, vorbei an diversen Sehenswürdigkeiten, wie dem Ku’damm, der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und dem Zoo bis zum Funkturm. Dort wechselten wir auf die AVUS und nun war es fast unmöglich, sich noch zu verfahren. Bald hatten wir die gute alte A2 wieder erreicht und konnten beinahe ohne Stau bis Bad Nenndorf durchfahren. Gegen 21:45 erreichten wir Waltringhausen und konnten die Kids wieder in die elterliche Obhut übergeben. Damit endete für uns eine sehr eindrucksvolle und vermutlich für längere Zeit einmalige Fahrt. Vielen Dank an folgende Unterstützer:

  • Maik Beermann für die Einladung in den Bundestag und alles, was sich daran anschloß,
  • Benni Müller für die Organisation unseres Besuchs im Bundestag,
  • Mike Schmidt für die Idee des Videowettbewerbs, die Finanzierung der Fahrt, die Unterstützung bei der Unfallgeschichte und die äußerst amüsante Begleitung,
  • Steffen Preußing für die tolle Idee für den Waltringhäuser Wettbewerbsbeitrag und die daraus folgende Einladung an uns (und für die Tatsache, daß Du die Fahrt doch nicht um einen Tag verschoben hast – das hat echt für drei graue Haare mehr gesorgt),
  • Lotti, Ronja, Finja und allen anderen Beteiligten für UNSEREN Wettbewerbsbeitrag, der uns diese Fahrt ermöglicht hat,
  • Marco, Jana und Lukas fürs Fahren,
  • die Ortswehr Helsinghausen-Kreuzriehe und alle anderen, die uns die MTW zur Verfügung gestellt haben und
  • nicht zuletzt alle Jugendlichen aus Waltringhausen und Riehe, die diese Fahrt zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.

Natürlich gibt es auch noch ein „paar“ Fotos…

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