Garage in Flammen, Sportheim verraucht – Einsatzübung mit der FF Riehe

Zum Glück ist die Versorgung gesichert

Riehe, 17. September 2018

Es wurde Zeit, mal wieder eine gemeinsame Aktion von Jugendfeuerwehr und aktiver Gruppe durchzuführen. Zur Abwechslung haben wir aber keine Tagesfahrt unternommen sondern eine gemeinsame Einsatzübung abgeleistet.

Andi und Rapha hatten sich ein etwas extravagantes Szenario ausgedacht:
Ein unachtsamer Autofahrer war mit Vollgas in unsere Garagen gerauscht. Dabei hat er zum einen Nele angefahren und zum anderen einen Großbrand ausgelöst. Der entstehende Qualm vernebelte das angrenzende Sportheim vollständig. Dadurch waren einige Mitglieder einer „Fußballmannschaft“ in ihrer Kabine eingeschlossen. Soweit die bekannte Lage. Was die Einsatzkräfte nicht wußten, war, daß drei unserer Jugendlichen sich auf dem Dachboden aufhielten. Außerdem hatten wir noch ein paar Überraschungen in der Hinterhand…

Die zweite Hälfte unserer Jugendlichen wurde jeweils einem Aktiven als Truppmann zugeteilt. So stellten Mette und Til zusammen mit Maik und Jan Bennet die beiden Angriffstrupps unter PA. Lotti, Lucie und Sina unterstützten Rouven und Lukas als Wassertrupp und Dana und Jolie standen Sarah und Marcel als Angriffstrupp für den Außenbereich zur Seite. Eine Spezialaufgabe gab es für Justin, der zusammen mit Ingo den Maschinisten darstellte.

Nach Eintreffen der Einsatzkräfte wurde der Einsatz geteilt in einen Innen- und Außenangriff. Die beiden PA-Trupps rüsteten sich aus und gingen zur Menschenrettung unter Nullsicht ins Sportheim vor. Der dritte Angriffstrupp übernahm die Rettung und Versorgung der drei Verletzten vom Autounfall. Nicht nur der „Fahrer“ Mika sondern auch die auf den Rücksitzen liegende Lena waren noch im Fahrzeug verblieben. Dazu kam Nele als direktes Unfallopfer.

Währenddessen baute der Wassertrupp die Wasserversorgung auf. Wie nicht anders zu erwarten, war der nächste Hydrant meilenweit entfernt, so daß eine Vielzahl an B-Längen benötigt wurde. Zur Abriegelung des Sportheims wurde dann ein Wasserwerfer eingerichtet und mit zwei C-Rohren die Brandbekämpfung aufgenommen.

Zwischenzeitlich hatten die PA-Trupps die eingeschlossenen „Fußballer“ entdeckt. Leider war die Kabine mit einem Fenster ausgestattet, das nicht geöffnet werden konnte, daher mußte ein anderer Weg gefunden werden. Glücklicherweise lag die Dusche direkt daneben und durch das dortige Fenster war ein Ausstieg möglich. Draußen wurden die Geretteten vom Wassertrupp erwartet und zur Verletztensammelstelle gebracht. Runa hatte sich den Fuß verstaucht und mußte getragen werden. Julie hatte dabei ihren großen Auftritt und fiel erwartungsgemäß in Ohnmacht. Nun mußte schnell gehandelt werden – Julie wurde kurzerhand von zwei Kameraden aufgenommen und vom zwischenzeitlich eingetroffenen Rettungsdienst bevorzugt behandelt.

Da bislang niemandem die geöffnete Bodentreppe aufgefallen war, war der Zeitpunkt für Lena gekommen, den Abschnittsleiter Innenangriff etwas panisch auf die fehlenden Emelie, Lena und Chrissie hinzuweisen. Sofort wurde ein PA-Trupp ins Dachgeschoß beordert und konnte nach kurzer Suche Erfolg vermelden. Alle drei waren gefunden worden, aber da der Rückweg durchs Sportheim durch den  Rauch versperrt war, mußte ein zweiter Rettungsweg her. Kurzerhand wurde der freie Wassertrupp zum Aufbau der Steckleiter beordert und schon waren alle wieder sicher auf dem Erdboden angekommen. Damit waren alle Aufgaben abgearbeitet und die Übung konnte beendet werden.

Nach dem Rückbau und dem Wiederbeladen des Fahrzeugs stand die Manöverkritik an. Außer einigen diskutablen Vorgehensweisen konnten wir konstatieren, daß im Grunde alles recht gut gelaufen war. Große handwerkliche Fehler hatten sich nicht eingeschlichen und JF und Aktive arbeiteten wirklich Hand in Hand.

Wir danken unseren aktiven Kameraden und vor allem dem Organisator und Einsatzleiter Andi für diese interessante Erfahrung. Das können wir gerne mal wieder machen.

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