Licht und Schatten beim Kreiswettbewerb

Große Überraschung - der Frank Lohmann-Preis 2018 für die JF Riehe!

Obernkirchen, 17. Juni 2018

Gut vorbereitet und mit großen Erwartungen starteten wir heute zum Kreiswettbewerb der Schaumburger Jugendfeuerwehren. Bereits um 07 Uhr (ja, morgens) trafen wir uns am Feuerwehrhaus, denn schon um 08:10 Uhr sollte unsere erste Gruppe starten.

Wir bereiteten den Platz vor, kontrollierten TS und Standrohr, testeten den Wassergraben und die Knotenleinen – eigentlich hatten wir ein gutes Gefühl. Und dann machte unser JFW einen kapitalen Fehler – er warf keinen Blick mehr auf die Unterflurhydrantenattrappe. Sonst wäre ihm bestimmt aufgefallen, daß das Ding im Gegensatz zu unserem Übungsgerät eine Staubschutzkappe besitzt. Und dann hätte er den Wassertruppmann bestimmt darauf hingewiesen. So aber versuchte unser Kamerad das Standrohr einfach mit der Kappe einzuschrauben, was ihm natürlich gar nicht gelingen konnte. Und erst, als er die Klauenmutter zum dritten Mal wieder runterdrehte, war der Wertungsrichter so nett, ihm den entscheidenden Tipp zu geben…

Am Ende standen 07:33 Minuten auf der Uhr – das sind 93 Zeitfehler und damit hatte sich für diese Gruppe der Tag eigentlich schon erledigt. Zum Glück waren die Kids aber deutlich motivierter, als das Betreuerteam dachte. Nicht nur, daß Gruppenführerin Julie es schaffte, fünf weitere Fehlerpunkte durch geschicktes gradeziehen eines Schlauches auf Aufforderung der Wertungsrichter abzuwenden. Außerdem stand noch der B-Teil an, bei dem wir ja wenigstens ein paar Punkte wieder gut machen konnten.

Zunächst aber startete Gruppe 2 im A-Teil. Durch kleine Unachtsamkeiten und Verzögerungen kam auch diese Gruppe nicht nach den normalen sechs Minuten ans Ziel und handelte sich damit Zeitfehler ein. Und auch hier war es letztlich die Gruppenführerin, in diesem Fall Runa, die den Wertungsrichtern einige weitere Fehler ausreden konnte 🙂

Beim anschließenden B-Teil gab es ein Kuriosum – zufällig waren grade beide Bahnen frei, so daß unsere beiden Gruppen im direkten Vergleich gegeneinander antreten konnten. Und das sah dann tatsächlich ganz gut aus. Beide Gruppen kamen simultan in einer halbwegs anständigen Zeit ins Ziel. Und die neuralgischen Punkte beim Übungsdienst (Läufer drei, fünf, acht und neun) waren recht erfolgreich. So trafen in beiden Gruppen die Schlußläufer mit Ihrem Leinenbeutel durch die Stangen. Leider gab es aber auch für beide Fehler für das Übertreten der Wurflinie.

Letztlich konnten wir damit die schwachen A-Teile natürlich nicht ausgleichen und brauchten uns nicht viele Hoffnungen auf die Siegerehrung machen. Trotzdem wollten etliche Jugendliche am Nachmittag wieder mit nach Obernkirchen kommen – und sie haben es sicherlich nicht bereut…

Zunächst aber traten wir den Heimweg an. Im Feuerwehrhaus angekommen, blieben wir noch eine Weile zu einem gemeinsamen Frühstück beisammen. Vielen Dank hier schon an die Bäckerei Planert für die „Fußball“-Brötchen und an Ronja und Silke Oltrogge für den Rest.

Im Anschluß nutzten wir den angefangenen Tag noch zu einer Jugendausschuß-Sitzung, bei der wir den Dienstplan für das zweite Halbjahr besprachen und uns Gedanken über eine Sommeraktion in den Sommerferien 2019 machten. Laßt Euch überraschen, was wir vorhaben…

Um 15 Uhr trafen wir uns dann wieder mit allen Interessierten und fuhren mit drei Autos zurück nach Obernkirchen. Der Wettbewerb war inzwischen vorbei und die Siegerehrung sollte in Kürze beginnen. Wegen des engen Zeitplans (um 17 Uhr war schließlich Anstoß für die WM-Partie Deutschland-Mexico) verzichteten fast alle Honoratioren auf ihr Grußwort. Eine Kleinigkeit mußte unsere Kreisjugendwartin Silke aber noch erledigen – es stand die Verleihung des Frank Lohmann-Preises für nachhaltige Jugendarbeit an. Dazu begann Silke die Gewinner-JF zu beschreiben mit den Worten „Sie haben im letzten Jahr einen Bildkalender mit Sammelaufklebern gestaltet“. Nanu, dachten wir – wer macht denn sowas noch? Ihr nächster Satz war dann: „Ihr Jubiläum feierten sie mit einem festlichen Ball.“ Ungläubiges Staunen bei unseren Kids. „Und jetzt haben sie auch noch ein Video auf Plattdeutsch gedreht.“ Kein Zweifel – Silke sprach von uns! Da wir gar keine Bewerbung zu diesem Preis eingereicht hatten, waren wir verständlicherweise sehr überrascht. Aber natürlich freuen wir uns, daß unsere ganzen Aktionen auf Kreisebene offenbar nicht unbemerkt geblieben waren. Danke an die Jury, wir fühlen uns sehr geehrt! Um so mehr, da dieser Preis damit zum zweiten Mal in Folge in die SG Nenndorf und sogar in den Löschzug Ost geht. Die Preisträger 2017 waren nämlich unsere Nachbarn aus Waltringhausen.

Und noch einen weiteren Preis – diesmal in Form eines Pokals – konnten wir mit nach Hause nehmen. Wir stellten nämlich mit einem Gesamtalter von 106 Jahren die jüngste Gruppe, die traditionell mit einem Wanderpokal bedacht wird. Bei der folgenden Siegerehrung waren wir dann erwartungsgemäß früh dran und belegten den 51. und 56. Platz von 61 Gruppen. Na gut, darauf hatten wir uns ja nun vorbereiten können. Die anderen Gruppen aus der SG Nenndorf hatten auch nicht viel mehr Glück und rangierten zwischen den Plätzen 44 und 58. Nur die JF Ohnorf konnte an alte glorreiche Zeiten anknüpfen und belegte einen sensationell guten zehnten Platz! Herzlichen Glückwunsch an Julia und ihre Truppe.

Wir werden versuchen, bis zum Gemeindewettbewerb das Selbstvertrauen wieder herzustellen, um wenigstens da noch ein Wörtchen mitzureden. Kampflos geben wir sicherlich nicht auf!

Danke an die Fahrer Dani Planert (die extra am Vortag ihre Geburtstagsfeier frühzeitig beendet hat!) und Anja Riemer (die dann halt am Abend vorher frühzeitig nach Hause durfte…). Dazu wie oben schon erwähnt an Marc Planert und Ronja und Silke Oltrogge für das Frühstück. Und nicht zu vergessen, Jannik Bade für das Siegerfoto vom Frank Lohmann-Preis.

Ach ja – Fußball geguckt haben wir dann auch noch, aber das 1:0 für Mexico wollen wir hier mal lieber nicht diskutieren…

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