14. Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren des Landkreises Schaumburg

Schwedenstühle - bald auch im Möbelhaus Dohmeyer

Rinteln, 24. Juni bis 01. Juli 2017

Alle drei Jahre veranstaltet die Kreis-Jugendfeuerwehr Schaumburg ihr Kreiszeltlager. In diesem Jahr konnte als Ausrichter die Stadt Rinteln gewonnen werden. Sie stellte dafür das Kreissportzentrum an der Burgfeldsweide zur Verfügung.

Schon am Donnerstag konnten wir unsere Zelte aufbauen. Glücklicherweise waren wir damit vor dem ersten Regenschauer fertig – es sollte nicht der letzte sein…
Am Freitag gab es zunächst eine Kennenlernparty für Betreuer und Ressortmitarbeiter, die sehr gut angenommen wurde, bevor dann am Samstag die Jugendlichen das Lager bezogen. Der ganze Komplex war in fünf Dörfer eingeteilt, die vornehmlich nach Rintelner Adelssitzen benannt waren. Wir fanden unser Domizil im „Burghof“. Daneben gab es den Prinzenhof, den Zersenhof und den Münchhausenhof. Das Extra-Dorf für die Ressortmitarbeiter hieß traditionell „Timbuktu“.

Eine Besonderheit in diesem Jahr war der Marktplatz, der mit Getränke-, Hot Dog- und Süßigkeitenstand zum zwanglosen Treffen einlud. Außerdem gab es hier eine Outdoor-Außenstelle des Bastelshop und in greifbarer Nähe das Extalermobil und einen Crepes-Stand. Offenbar hatte der Marktmeister der Stadt Rinteln Daniel Jakschik, der in Personalunion Stadtjugendwart ist, seine Kontakte spielen lassen.

Nach der Eröffnung stand die erste Dorfrunde an, bei der Vertreter aller Jugendfeuerwehren eines Dorfes die Spiele für den kommenden Tag planen und Regularien besprechen. Abends war dann die Weckliedparade angesagt. Eine Vielzahl von Titeln war im Vorfeld von den Jugendlichen vorgeschlagen worden. Am Ende setzte sich der Malle-Song „Johnny Däpp“ durch – und hinterher will es wieder keiner gewesen sein…

Am Sonntag stand für uns Schwammvölkerball auf dem Plan. Mit drei Schwämmen mußten möglichst alle Gegner abgeworfen werden. Dabei schlugen wir uns eher mäßig und verdienten uns dadurch einen freien Nachmittag, während die Siegerteams zur Finalrunde antreten mußten 🙂
Nach dem Abendessen fand dann zunächst die Abendrunde statt – cleverer Trick: die frühere Morgenrunde wurde regelmäßig nach ein paar Tagen gehaßt, weil man sich dafür ja aus seinem Schlafsack quälen mußte. Außerdem war das Gemeinschaftszelt gleich voll für das Abendprogramm.
Das bestand an diesem Abend aus der Warm-Up-Disco. DJ Tobi (der übrigens auch für die Mucke bei unserem Ball verantwortlich sein wird) heizte dem Publikum ordentlich ein.

Montag war für unsere Leistungsspangengruppen der (erste) Tag der Wahrheit. Die SG Nenndorf stellte in diesem Jahr zwei komplette Gruppen und fünf weitere Bewerber, die mit anderen Samtgemeinden gemischt um die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr kämpfen wollten. Alle hatten sich im Vorfeld auf die fünf Disziplinen vorbereitet und starteten hochmotiviert zur Vorabnahme. Nach den heutigen Ergebnissen sollte dann der Trainingsplan für die kommende Woche gestaltet werden. Unserer Bewerberinnen Luisa und Lea bildeten zusammen mit sieben Jungs aus Waltringhausen die Gruppe „Nenndorf 2“. Schnell stellte sich heraus, daß der Special-LSP-Beauftragte Steffen Preußing seine Sache sehr gut gemacht hatte und das Team bei der Abnahme keine Schwierigkeiten haben dürfte. Allenfalls an Kleinigkeiten mußte noch gefeilt werden.

Der Rest der Jugendlichen nutzte die angebotenen Workshops „Wir basteln uns einen Schwedenstuhl“ oder „Game on – wir programmieren ein Computerspiel“. Beides machte unseren Jugendlichen sehr viel Spaß.
Abends kam der Fernsehklassiker „Familienduell“ zu neuen Ehren. Jedes Dorf stellte ein Team und mußte Antworten finden auf „Wir haben 100 Jugendfeuerwehrleute folgende Frage gestellt…“ Für uns hatte Hector sich freiwillig gemeldet und konnte mit seinem Team den Gesamtsieg einfahren!!! Yeah!

Der Erlebnisausflug führte uns am Dienstag in den Zoo nach Osnabrück. Der Hinweg mit dem Bus war offenbar sehr anstrengend – nahezu alle nutzten die eineinhalb Stunden für eine Runde Powernapping. Im Zoo selbst gab es – versteht sich – viele Tiere zu sehen. Allerdings kam uns die Umgebung etwas unübersichtlich vor, so daß wir an diversen Attraktionen bestimmt vorbeigelaufen sind…
Kurz vor der Rückfahrt gab es dann noch eine Führung hinter den Kulissen durch den stv. Zoodirektor. Nach einer kurzen Einführung – gespickt mit diversen Erlebnissen aus seiner Arbeit mit den Tieren – führte er uns in das Giraffenhaus. Dort waren die Giraffen offenbar an Menschen gewöhnt und ließen sich sogar streicheln.

Am Abend fand die ultimative Chartshow statt. Im Vorfeld hatte das Team Abendprogramm eine Abfrage nach den beliebtesten Zeltlagertiteln seit Hattendorf 1978 gestartet. Die 25 Besten wurden dann gespielt. Zwischendurch gab es kurze Interviews auf dem roten Sofa und eine dann und wann zugeschaltete Box. Ein Teilnehmer in dieser Box war unser JFW Rapha, der zum ehemaligen Wecklied „Mambo No. 5“ Stellung nehmen sollte – eher unpraktisch, weil er schon seit Jahren kein Wecklied mehr gehört hat. Da steht er nämlich immer schon unter der Dusche… Bei der Gelegenheit ließ er sich zu dem Bekenntnis hinreißen, sein Lieblingsradiosender sei NDR 1, was zu Begeisterungsstürmen im großen Zelt führte 🙂

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Besucherabends. Im Laufe des Tages wurde aufgeräumt und eingekauft, um die Eltern ordnungsgemäß zu verköstigen. Nebenher fand ein Handwerkertag statt, bei dem sich Firmen aus der Umgebung, aber auch Polizei und Bundeswehr als potentielle Arbeitgeber vorstellten.
Abends kam dann unser Privatbusfahrer Rolf und brachte über 20 Gäste mit. Fast ebenso viele kamen per Individualverkehr hinterher. Danke an alle Eltern, die durch Salate und anderes zum Gelingen des Abends beitrugen. Und vielen Dank an die Vertreter unserer Aktiven Gruppe Jan Bennet, Rouven und Hendrik und die Senioren Horst und Kalle, die dadurch ihr Interesse an der JF bekundeten.

Den Donnerstag verbrachten wir – abgesehen von den Leistungspangenaspiranten – beim Mölkky. Eine unserer beiden Gruppen überstand die Vorrunde und durfte am Nachmittag in der Finalrunde nochmal antreten. Das Viertelfinale konnten wir noch für uns entscheiden, aber im Halbfinale war dann gegen Pollhagen Schluß. Das kleine Finale verloren wir dann noch gegen die SG Haste/Hohnhorst und belegten damit den vierten Platz.
Abendprogramm war heute eine Kinovorführung – gegeben wurde Steven Spielbergs Klassiker E.T. Fast nicht zu glauben, daß der Film schon 35 Jahre alt ist…

Am Freitag ging es bei der Leistungsspange um die Wurst – die Abnahme stand an und nun mußte sich zeigen, wie gut oder schlecht die Gruppen vorbereitet waren. Um es kurz zu machen, außer einer haben alle Gruppen bestanden. Und die Durchfaller-Gruppe hatte ausgesuchtes Pech: durch zwei Stürze beim Staffellauf verpaßte sie die maximale Zeit beim 1.500m-Lauf um ganze drei Sekunden! Da sich dabei eine Bewerberin verletzt hatte, war an eine Wiederholung der Disziplin am heutigen Tag nicht zu denken. Schade, aber im zweiten Halbjahr gibt es noch weitere Abnahmen in Niedersachsen. Unsere Gruppe zeigte mit 21 von 24 möglichen Punkten zusammen mit einigen anderen Gruppen die Tageshöchstleistung und konnte das Betreuerteam sehr zufriedenstellen. Der kurzfristige Ärger der Jugendlichen über ein Übertreten beim Kugelstoßen war spätestens bei der feierlichen Verleihung am Nachmittag verflogen und es wurde ausgiebig gefeiert. Leider war es aus technischen Gründen nicht möglich, beim Einmarsch unserer Gruppe den beliebten Marsch „Preußings Gloria“ zu spielen…

Die LSP-Verleihung war speziell für uns eine besondere Angelegenheit, weil in ihrem Rahmen unser Abschnittsleiter Nord Uwe Blume zunächst ausgezeichnet und dann verabschiedet wurde. Uwe hat die Altersgrenze von 63 Jahren erreicht und scheidet damit aus dem aktiven Dienst aus. Vorher allerdings bekam er vom stv. Bezirksjugendwart Michael Broermann die Floriansmedaille und von unserer Kreisjugendwartin Silke Weibels die Ehrengabe der Kreis-Jugendfeuerwehr Schaumburg verliehen. Als eine seiner letzten Amtshandlungen durfte Uwe dann noch Enkelin Luisa persönlich die Leistungsspange anheften.

Traditionell wird am letzten Abend bei der Abschlußdisco nochmal richtig gefeiert, bevor dann am Samstag die Zelte abgebrochen werden. In diesem Jahr hatte sich eine kleine verschwiegene Gruppe um den stv. Kreisjugendwart Markus Schade noch ein Special einfallen lassen – im Anschluß an die Disco gab es auf dem Sportplatz noch ein sehr schönes Feuerwerk. Nach vielen Aaaaaahs und Ooooohs war auch diese Veranstaltung zum Ende gekommen und langsam kehrte Ruhe ein.

Beim Aufwachen am Samstag gab es allerdings für viele Jugendliche und Betreuer wieder erstaunte Blicke – diesmal in den Spiegel. Über Nacht war der Großteil unserer Belegschaft mit Textmarkern verziert worden. Natürlich haben wir einen Verdacht, aber leider keine konkreten Beweise… 🙂
Nach der Abschlußveranstaltung kamen unserer Fahrer Sandra und Hendrik mit dem zweiten Anhänger und es ging ans Abbauen. Leider waren die Zelte noch naß – kein Wunder bei dem Wetter – so daß wir sie bei Hendrik in der Scheune aufhängen mußten. Wenn wir sie am Montag wieder abnehmen, wird das Kreiszeltlager auch für uns beendet sein.

Fazit der Outdoor-Woche:
Super organisiertes Event der KJF Schaumburg mit viel Inhalt. Viele alte Freundschaften konnten gepflegt und einige neue gewonnen werden – Grüße z.B. an unsere Zeltnachbarn aus Sachsenhagen. Allerdings finden wir es immer noch bedenklich, daß die Lagerordnung alles bis ins Kleinste regelt und viele alte Traditionen mit dem Hinweis auf das Kindeswohl verboten werden. Natürlich soll niemand in dieser Woche zu Schaden kommen, aber wir als Betreuer sind ja auch noch da und unser Job ist es, genau darauf zu achten. Schade ist natürlich, daß sich unsere Gruppe seit Mittwoch langsam dezimiert hat, aber grade bei den ganz jungen Kameraden und Kameradinnen spielt Heimweh natürlich auch noch eine Rolle. Außerdem haben wir in den letzten Wochen eh schon ständig aufeinander gehockt, so daß jetzt ein paar Wochen Pause sehr gelegen kommen.

Ansonsten sind wir sehr begeistert und kommen in drei Jahren natürlich wieder. Mit ein bißchen Glück zeigt sich Petrus dann auch wieder von seiner guten Seite und gönnt uns auch mal einen Sonnentag.

Die JF Riehe bedankt sich bei allen Helfern, Fahrern, Besuchern, Spendern und Sponsoren, die uns diese Woche ermöglicht haben und verabschiedet sich in die Sommerpause. Special Thanx an den neuen Maik, der unserem Hilferuf zum Zelte aufhängen gefolgt ist.
Denkt an das Familienfest am 15. Juli. Für uns startet das zweite Halbjahr am 05. August mit der Jugendausschuß-Sitzung. Dienstbeginn für alle ist am 09. August!

Und natürlich gibt es noch ein paar Fotos aus der vergangenen Woche…

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*