Landesentscheid, Landesentscheid, hey, hey!

Hey, hey

Uslar 11. Juni 2017

Wir finden fast keine Worte – beim an Spannung kaum zu überbietenden Bezirkswettbewerb haben unsere grandiosen Mädels (incl. Til) es tatsächlich geschafft und das letzte Ticket zum Landesentscheid gelöst!!! Mit nur einem Punkt Vorsprung vor der JF Friedrichsburg belegten wir den entscheidenden 17. Platz und fahren am kommenden Wochenende nach Delmenhorst.

Der Tag begann recht früh, denn um 08:00 Uhr wartete Rolf mit seinem Bus schon auf uns und die Eltern, die uns begleiten wollten. Mehr oder weniger pünktlich machten wir uns dann auf den Weg in den Landkreis Northeim. Gegen 10:00 Uhr kamen wir an und wurden von der JF Lauenau, die es sich am Busparkplatz schon bequem gemacht hatte, freudig begrüßt.

Die Anmeldung verlief reibungslos und bald darauf konnten wir uns zum Mittagessen anstellen. Danach startete für uns die heiße Phase. Zunächst stand der B-Teil an. Auf der für uns ungewohnten Tartanbahn wollten wir versuchen, unsere Bestzeit auf zwei Minuten zu reduzieren. Zunächst sah auch alles noch ganz gut aus, bis unserem Läufer 3 (dem Schlauchaufroller) schon nach wenigen Metern sein C-Schlauch aus der Hand fällt. Und was macht Til, diese coole Sau? Er tut so, als wär nichts gewesen, nimmt den Schlauch wieder auf und legt seine Weltjahresbestleistung hin! Und mit allen anderen Läufern zusammen kamen wir trotz des Patzers auf eine für uns großartige Zeit von 2:07 Minuten ohne Fehler. Andere JF hatten an dieser Stelle schon längst die ersten Federn gelassen. Der Jubel war dementsprechend groß.

Eine Stunde später traten wir dann zum A-Teil an. Dieser wurde auf einer Aschenbahn durchgeführt. Das führte neben der Staublunge dazu, daß um den Kriechtunnel-Ein- und -Ausgang ein Holzgestell errichtet wurde, um die Öffnungen zu halten – größte Kopfnußgefahr für unsere besonders gefährdete Schlauchtruppführererin. Außerdem hingen am Knotengestell vier Leinen, die deutlich dünner und deutlich glatter waren als die uns bekannten. Das würde bestimmt zu Problemen führen.

Tja, man sollte seine Jugendlichen nie unterschätzen. Die Gruppe legte eine blitzsaubere und fehlerfreie Übung hin und wurde dafür von den Wertungsrichtern besonders gelobt. Die Knotenzeit von 15 Sekunden war zwar nicht optimal, aber da alle anderen auch mit den Leinen zu kämpfen hatten, war das sogar noch ziemlich gut.

Am Ende standen für uns 1.407 Punkte auf der Uhr. Sicher, eine richtig gute Leistung unserer Jugendlichen, die hier vollkommen selbstsicher und ohne jede Nervosität über den Platz gingen, aber sollte das schon reichen?

Die Siegerehrung wurde wieder einmal zum Hochspannungsevent! Wir wußten bereits, daß wir Lauenau mit 1.399 Punkten hinter uns gelassen hatten, und warteten gespannt auf ihre Platzierung. Die Punkte der Flecken-JF reichten für den 29. Platz – das konnte doch nur in die Hose gehen. 8 Punkte Unterschied und noch 12 Plätze zu überbrücken…

Quälend langsam stiegen nun die Punktzahlen über der 1.400-Marke an. Mehrmals wurden punktgleiche Gruppen aufgerufen. Vor dem undankbaren 18. Platz gab es noch eine dramatische Pause, in der Wettbewerbsleiter Andreas Schlicht einige organisatorische Dinge für den Landesentscheid bekanntgab. Danach mußte er nur die Punktzahl für den nächsten Platz nennen – 1.406! In derselben Sekunde setzte von unseren Jugendlichen ohrenbetäubender Jubel ein.

Wieder einmal haben unsere Minimalisten es geschafft, mit dem geringsten Aufwand die größte Ernte einzufahren. Ein gutes Pferd springt halt nicht höher, als es muß… Und so geht unsere Erfolgsgeschichte im Jubiläumsjahr weiter – #roadtoDelmenhorst! Landesentscheid, wir kommen!

Pech hatten leider die Gruppe der JF Lauenau und zwei Gruppen der JF Rodenberg, die sich blöde Fehler einhandelten und damit hinter den Quali-Rängen landeten. Zumindest die Rodenberger dürften sich aber durch den dritten Platz ihrer zweiten Gruppe trösten lassen. Die Farben des LK Schaumburg werden am nächsten WE vertreten durch je zwei Grupen aus Möllenbeck und Pollhagen und je einer aus Rodenberg und Riehe.

Danke für einen richtig geilen Tag an:
– unsere großartigen Jugendlichen
– unseren Busfahrer Rolf
– die Begleitmannschaft aus Eltern und Angehörigen
– die Kameraden, die uns in Uslar angefeuert haben
– unsere Bürgermeisterin, die mit Ehemann und Sohn grade noch rechtzeitig ankam
– Familie Planert für die Spende und
– Carsten und Frank für die Blaulicht-Begleitung ab der Ortsgrenze

Wir schlafen jetzt alle mal ’ne Nacht drüber und dann machen wir uns Gedanken, wie wir am geschicktesten nach Delmenhorst kommen.

1 Kommentar

  1. Ich habe schon an vielen Wettkämpfen teilgenommen, aber von der Jugend-Feuerwehr war das mein Erster. Es war ein super schöner und aufregender Tag. Ich habe für die Jugend so mitgefiebert und rückwärts mitgezählt, bei der Siegerehrung , dass mir beim 17. Platz die Tränen vor lauter Freude gelaufen sind. Super Leistung – Herzlichen Glückwunsch! Bianka Volker (Til)

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