2. Übungswochenende der JF des Löschzugs Ost (und Hohenrode-Strücken…)

Riehe, 12.-14. August 2016

Schon zum zweiten Mal trafen sich an diesem Wochenende die Jugendfeuerwehren Helsinghausen-Kreuzriehe, Waltringhausen und Riehe, um gemeinsamen Ausbildungsdienst mit jugendgerechten Einsatzübungen und Zeltlageratmosphäre zu verbinden. Als special guest war in diesem Jahr die JF Hohenrode-Strücken mit von der Partie.

Am späten Freitag Nachmittag standen die Zelte und die Jugendlichen trudelten ein. Programm gab es noch keins, außer dem Abendessen vom Grill und dem anschließenden Stockbrot am Lagerfeuer. Gegenseitiges Beschnuppern war angesagt.

Am Samstag morgen wurde es dann für die ersten 12 Jugendlichen Ernst. Das Losglück verteilte die meisten auf fremde Fahrzeuge und in diesen zusammengewürfelten Staffeln begann dann die Ausbildung. Zunächst erläuterten die Ausbilder das Einsatzkonzept des Löschzugs Ost. Danach wurden die Jugendlichen mit den Fahrzeugausstattungen vertraut gemacht. Im weiteren wurden verschiedene Szenarien der Wasserentnahme oder des Löschangriffs durchgespielt. Bemerkenswert war dabei, daß die meisten Teilnehmer bereits über solides Grundwissen verfügten. Die Ausbildung in den einzelnen JF trägt offenbar Früchte…

Nach drei Stunden war die Vorbereitung abgeschlossen und wir konnten die erste Einsatzübung starten. Simuliert wurde ein Brand im Eingangsbereich der Sporthalle in Kreuzriehe. Die heimische Ortswehr traf als erste am Brandort ein und begann nach dem vereinbarten Konzept damit, den Löschangriff ab Verteiler aufzubauen. Als nächstes kam das StLF Waltringhausen, das grundsätzlich für die Wasserförderung zuständig ist. Während aus dem Tank die Schlauchleitungen befüllt wurden, kam auch das Rieher TSF an und wurde zum nächstgelegenen Hydranten geleitet, um die Wasserversorgung aufzubauen.

Nach kurzer Zeit war der Aufbau abgeschlossen und mehrere Rohre konnten vorgenommen werden, so daß alle Jugendlichen beschäftigt werden konnten. Nach der positiven Manöverkritik und der Herstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge konnten wir endlich zum Mittagessen übergehen – Hot Dogs vom schwedischen Möbelhaus – hmmm…

Nach kurzer Mittagspause trat dann die zweite Hälfte der Jugendlichen zum Ausbildungsdienst an. Auch diese Truppe war hochmotiviert und leistungsfähig, so daß es uns Ausbildern wirklich Spaß gemacht hat, mit ihnen zu arbeiten. Die zweite Einsatzübung – in diesem Fall beim Möbelhaus Dohmeyer in Riehe – war dann der Abschluß des Nachmittags.

Unser OrtsBM hatte sich folgendes Szenario ausgedacht: Zwei Jugendliche hatten offenbar an einem Palettenstapel und einigen Papierballen gezündelt. Dabei gab es eine Verpuffung, und die beiden Mädels wurden unter einer Palette eingeklemmt. Daraus ergab sich natürlich eine Änderung des Konzepts – die Menschenrettung hatte Vorrang! Die Kameraden aus Riehe waren also zunächst damit beschäftigt, die Verursacherinnen aus dem Gefahrenbereich zu entfernen und zu betreuen.

Die nachrückenden Kräfte aus Waltringhausen und Helsinghausen-Kreuzriehe begannen in der Zwischenzeit mit dem Löschangriff und dem Aufbau der Wasserversorgung. Nach und nach wurden die Rieher Kameraden wieder frei und konnten dabei unterstützen. Auch diese Übungslage konnte zur Zufriedenheit des Einsatzleiters abgearbeitet werden. Besonders beachtlich fanden die Führungskräfte, wie gut sich die Jugendlichen inzwischen auf den ihnen fremden Fahrzeugen orientieren konnten.

Zur „Belohnung“ gab es abends dann wieder Gutes vom Grill, bevor Nico das Lagerfeuer wieder in Gang brachte. Damit klang der zweite Abend nach und nach aus. Am Sonntag waren eigentlich nur noch eine Abschlußbesprechung und das Abbauen der Zelte geplant. Aus bisher ungeklärten Gründen kam es aber bei der Abschlußrunde noch zu einer spontanen Lagerhochzeit. Nico und Steffen saßen so nett nebeneinander, daß sie sich ohne große Gegenwehr von Jana verheiraten ließen – zur großen Gaudi der Jugendlichen…

Zusammenfassend haben wir den Eindruck, daß dieses Wochenende bei den Jugendlichen gut ankam und der Zusammenhalt innerhalb unseres Löschzugs damit auf lange Sicht gestärkt wird. Daher werden wir in zwei Jahren wieder eine ähnliche Aktion anbieten.

Vielen Dank an:
das legendäre Versorgungsteam: Anke, Anke, Ronja und Finja
die Schafskäse-Spenderin: Karin Fleischer
die Bäckerei Planert für die Brötchen – vor allem am Sonntag
die Doku-Tante (und Pastorin): Jana
die Übungsplaner: Dennis und Carsten (und das Möbelhaus Dohmeyer für die Erlaubnis!)
den Stockbrot-Stock-Finder und Brennholz-Spender: Andi
unsere OrtsBM für die Erlaubnis, die Fahrzeuge zu nutzen
und natürlich an alle Betreuer und Jugendlichen für ihre tolle Mitarbeit!

 

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