… and I would walk 500 miles …

Mardorf / Riehe, 11. September 2015

Nicht grade 500 Meilen, aber 25km sind auch ein Brett – zumindest, wenn man sie zu Fuß laufen soll. Unsere Nachtwanderung führte uns von Mardorf am Ostufer des Steinhuder Meers vorbei über Steinhude und Bokeloh zurück nach Riehe.

Gegen halb acht abends starteten wir mit zwei Fahrzeugen Richtung Nordufer. Geplant war der Start eigentlich erst an der weißen Düne, aber durch einen Kommunikationsfehler landeten wir noch ein gutes Stück weiter westlich, was den Weg nochmal um 3km verlängerte…

Am Mardorfer Strand setzte unser Fahrerteam uns also ab und wir verschwanden in der Dunkelheit. Zunächst hatten wir noch gute Sicht, durch das helle Meer, aber je weiter wir in Wald und Moor gerieten, desto dunkler wurde es. Lukas und Lukas übernahmen die Führung und alle anderen orientierten sich jeweils am Vordermann, um nicht vom Weg abzukommen. Die eingeschränkte Sicht erschwerte den Weg natürlich erheblich und bis Großenheidorn zeigten sich dann auch die ersten Ausfallerscheinungen. Die ersten waren langsam an ihrer Grenze angekommen.

Also war es an der Zeit, den vorbereiteten Taxi-Dienst kommen zu lassen und in Steinhude (nach etwa 11km ab Start) wurde dann ein Teil der Jugendlichen ins Auto verfrachtet und zum Feuerwehrhaus gefahren. Die älteren machten sich währenddessen auf den Weg nach Bokeloh – den nächsten möglichen Treffpunkt. Kaum waren wir oben auf dem Hügelkamm gingen plötzlich die Melder von Nico und Lukas los. BMA-Alarm bei Möbel Dohmeyer! Für uns natürlich unerreichbar, aber das bedeutete auch, daß unser zweites Taxi – der Waltringhäuser MTW – sich nun im Einsatz befand…

„Glücklicherweise“ zieht sich der Weg bis nach Bokeloh runter aber so lange, daß bei unserer Ankunft das Fahrzeug schon wieder frei war und wir nicht lange auf Marco warten mußten. Der Großteil der Gruppe entschied sich nun, den Weg nach nunmehr knapp 15km zu beenden. Nur drei unentwegte wollten auch die letzte Etappe noch überwinden. Alle drei kamen dann gegen 4 Uhr morgens wohlbehalten aber todmüde am Feuerwehrhaus an.

Am Samstag morgen war dann spätes Wecken angesagt. Das Frühstück nahmen wir gemeinsam draußen ein, bevor sich unsere Wege wieder trennten. Einige mußten zur Arbeit, andere zum Truppmann-Lehrgang und für sieben übriggebliebene ging es nun weiter zum Ori-Marsch nach Gelldorf. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden…

Vielen Dank an unsere Fahrbereitschaft bestehend aus Karin Fleischer, Jana und Mina Drewnitzky und Marco Tannigel. Danke auch an die Ortswehr Waltringhausen für den MTW.

Die folgenden Fotos sind ein bißchen dunkel geraten, aber was will man mitten in der Nacht anderes erwarten?