Gemeinsame Einsatzübung

Riehe, 21. September 2013

Seit dem Ende der Wettbewerbssaison haben wir unsere praktischen Dienste vom reinen Üben der Wettbewerbsregeln auf konkrete Ausbildung am vorhandenen Gerät umgestellt. Und schon seit langem planen wir, unseren Ausbildungsstand einmal bei einer gemeinsamen Einsatzübung mit der Aktiven Gruppe unter Beweis zu stellen. Heute nun bot sich endlich eine Gelegenheit…

Die angenommene Lage stellte sich uns folgendermaßen dar: Der Eigentümer der Firma Thomas Transporte hat Reparaturen an seinem Lkw durchgeführt. Bei Schweißarbeiten entzündeten sich Teile des Fahrzeugs. Um wenigstens die Halle zu retten, fuhr Dieter seinen Truck schnell ins Freie, übersah dabei aber einen Stützpfeiler. Daraufhin stürzte das Gebäude ein und begrub drei „Praktikanten“ unter sich.

Es gab für uns daher zwei Aufgaben – zum einen die Menschenrettung aus dem eingestürzten (aber nicht entzündeten) Gebäude, zum anderen die Brandbekämpfung am Fahrzeug. Da die anderen Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde „beschäftigt“ waren, mußten wir alle Aufgaben alleine lösen. Daher teilte der Einsatzleiter Boris Schaper die 1. Gruppe (FF) zur Menschenrettung ein, während die 2. Gruppe (JF) die Brandbekämpfung übernahm.

Die Rettungsmaßnahmen stellten sich ziemlich umfangreich dar, da wir im Vorfeld die Halle ein wenig in Unordnung gebracht hatten und außerdem am Tor Sonnenbrillen verteilten, um die Sichtverhältnisse einzuschränken. Des weiteren hatte jedes unserer „Opfer“ spezielle Verletzungen, die bei der Rettung berücksichtigt werden sollten. Gawan hatte sich beide Beine gebrochen und schrie bei jeder Bewegung, Laura hatte einen schweren Schock und faselte unentwegt Blödsinn (das fiel ihr gar nicht so schwer…) und Lea lag bewußtlos in einer Ecke – hier war eine Crash-Rettung notwendig.

Schweißtreibend war aber auch die Aufgabe der 2. Gruppe, da die Wasserentnahmestelle am anderen Straßenende (fast 200 Meter entfernt) lag. Die Unterstützung des Wassertrupps durch den Schlauchtrupp war also zwingend notwendig. Gleichzeitig nahm der Angriffstrupp ein Schaumrohr vor und konnte sehr kurzfristig nach der Fertigstellung der Wasserversorgung „Feuer aus!“ melden. Die nun frei werdenden Kräfte konnten daraufhin die 1. Gruppe bei Transport und Betreuung der Verletzten unterstützen.

Nach nicht ganz einer Stunde verkündete Boris das Übungsende. Nach dem Aufräumen blieb dann noch ein wenig Zeit für eine kleine Schaumparty, bevor wir uns wieder am Feuerwehrhaus trafen, das Fahrzeug einsatzbereit machten und bei leckeren Mettbrötchen die Manöverkritik vornahmen. Allerdings gab es nicht viel zu kritisieren. Alle Einsatzkräfte haben ihre Aufgaben recht gut erfüllt. Natürlich könnte das Eine oder Andere schneller oder besser gehen, aber das wird dann Thema der nächsten Ausbildungsdienste sein.

Vielen Dank an Dieter und Anne Thomas für die Übungsmöglichkeit auf ihrem Grundstück. Und einen schönen Gruß an unsere Aktiven. Wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Aktion – die Tagesfahrt nach Hamburg.