Themendienst Integration

Riehe, 04. März 2015

Integration – was ist das? Wer will das? Und was heißt das überhaupt?
Der heutige Dienst befaßte sich mit einem der heikelsten Themen der heutigen Zeit. Wir versuchten zunächst, den Begriff mit Leben zu füllen. Die Jugendlichen brachten etliche Beispiele für gelungene und weniger gut gelungene Integration aus ihrem eigenen Umfeld – sei es in der Schule, im Konfirmandenunterricht oder eben in der Jugendfeuerwehr.

Im zweiten Schritt überlegten wir, aus welchen Gründen Menschen aus Gruppen ausgeschlossen werden. Dabei wurden sowohl soziale, familiäre, ethnische als auch persönliche Kriterien genannt. So können heute durchaus Jugendliche Probleme bekommen, weil sie nicht das neueste iPhone oder die neueste Playstation haben (eine Spontanumfrage ergab, daß in unserer Gruppe die iPhone-User eine unbedeutende Minderheit sind…).

Ein weiterer bedeutender Grund für Exklusionen kann in der Herkunft und dem ethnischen Background einer Person liegen. Verschiedene Länder haben verschiedene Bräuche und Verhaltensweisen. Kommen dazu noch unterschiedliche Religionen wird es ganz verzwickt. Wir waren uns am Ende einig, daß für gelungene Integration sowohl die Gruppe als auch der Einzelne Zugeständnisse machen muß. Für die Gruppe heißt das z.B. die Gebräuche des Anderen zu respektieren. Dem Einzelnen hilft es meist schon sehr, wenn er die Sprachbarriere überwinden kann.

Nun kamen die vor Wochen ausgeteilten Arbeitsblätter zum Einsatz. Um herauszufinden, welchen Hintergrund unsere Jugendlichen selbst haben, hatten sie die Aufgabe, ihre Familie bis zur Urelterngeneration zurückzuverfolgen. Jeder trug nun einen Teil seiner Familienhistorie vor. Es stellte sich heraus, daß tatsächlich etliche ihren Ursprung in Riehe oder zumindest in der Samtgemeinde haben. Aber bei fast jedem mischte sich durchaus ein bißchen „fremdes Blut“ mit hinein. Dabei waren die nach dem 2. Weltkrieg geflüchteten bzw. vertriebenen Pommern und Schlesier noch nicht mal die Exoten. Den Vogel abgeschossen haben Nico mit einem Urgroßvater aus Rußland und einem aus Italien und Gawan, der einen Urahn aus England auftreiben konnte. Und beide fühlen sich letzten Endes recht gut in die JF Riehe integriert 🙂

Für die Qalität der nachfolgenden Fotos müssen wir uns leider entschuldigen – die Handschrift des JFw hat schon einige verzweifeln lassen…