Planspiel Dohmeyer

Riehe, 25. Februar 2015

Wie läuft eigentlich ein Großeinsatz in Riehe ab? Was passiert, wenn es tatsächlich mal in unserem Möbelhaus brennen sollte? Welche Feuerwehren kommen dazu und wie um Himels willen kriegt man die alle koordiniert? Diese und andere Fragen wollten wir einmal etwas näher beleuchten und trafen uns zum Planspiel im Feuerwehrhaus.

Die Vorbereitungen dafür begannen bereits Wochen vorher. Fahrzeuge mußten beschafft (Danke an Louis Henke), Figuren und Ausrüstung zusammengesucht (Danke an Jana) und einigermaßen sinnvolle Regeln aufgestellt werden. Es galt z.B. zu bestimmen, wie sich die einzelnen Feuerwehrmänner (SB) bewegen, welche Arbeiten sie in den einzelnen Runden ausführen können und wann die Atemschutztrupps ihren Einsatz beenden müssen, ohne einen Notfall auszulösen.

Wir begannen mit dem Eintreffen des ersten Fahrzeugs (natürlich das heimische TSF). Das Gruppenführer- und im folgenden Einsatzleiterteam Lukas und Laura entnahm der BMA, daß der fiktive Melder Nr. 15 ausgelöst hatte. Bei der Erkundung wurde tatsächlich ein Brand festgestellt. Eine unbekannte Anzahl von Personen befand sich vermutlich noch im Gebäude. Es erging der Befehl zum Ausrüsten an den Atemschutztrupp. Der Rest der Fahrzeugbesatzung bereitete die Vornahme des ersten Rohrs vor.

Die im folgenden anrückenden Ortswehren Helsinghausen-Kreuzriehe (Ioana und Gawan) und Waltringhausen (Cecile und Lukas) stellten je einen Atemschutztrupp ab und übernahmen dann den im Plan vorgesehenen Aufbau der Wasserversorgung von der Zisterne. Nachdem die unabhängige Wasserversorgung stand und der Sicherheitstrupp bereit war, konnte der Rieher Angriffstrupp (L. und Lea) zum Innenangriff vorgehen.

Kurze Zeit später stand auch die Ortsfeuerwehr Bad Nenndorf mit TLF, DLK (M. und Vicky) und LF 16/12 (Manuel) zur Verfügung. Das TLF wurde zur Rückseite des Gebäudes beordert, um die umliegenden Gehöfte zu schützen, das LF baute eine weitere Wasserversorgung vom Hydranten aus auf und nahm einen weiteren Angriff an der anderen Gebäudeseite vor.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich schon die Erkenntnis durchgesetzt, daß dem Einsatzleiterteam so langsam der Überblick fehlte und folgerichtig wurden Abschnittsleiter eingesetzt. Lukas übernahm den Abschnitt Innenangriff, Gawan kümmerte sich um den Außenbereich. Als nächste Schwierigkeit mußte Lukas feststellen, daß man mit 12 AGT keine drei Angriffswege einrichten kann. Daher wurden die beiden Trupps vom LF zurückbeordert, um doch noch durch den Vordereingang vorzugehen.

Mit freundlicher Hilfe des Spielleiters war der Einsatz nach knapp einer Stunde abgearbeitet, alle aufgefundenen Personen gerettet und das Feuer gelöscht. Alle Einsatzkräfte konnten Ihre Fahrzeuge wieder einräumen (okay, das hat Nico in erster Linie gemacht…) und wir schritten zur Manöverkritik.

Fazit des Abends:
Nettes Spiel, um mal grob zu sehen, wie schwierig die Koordination sein kann. Allerdings nicht geeignet für eine große Gruppe von mehr als 10 Jugendlichen – es kam gerade bei den Kleineren doch ein bißchen Langeweile auf. Kann man also mit ausgewählten älteren Jugendlichen sicherlich mal wiederholen, aber in Echt selber draußen rödeln macht natürlich mehr Spaß!