Außer Spesen nichts gewesen – heute keine Leistungsspange für uns

Bodenwerder, 13. September 2013

Schade, trotz aller Anstrengung hat es heute nicht gereicht, Nina, Tobi und Florian zur Leistungsspange zu verhelfen. Stattdessen gab es für zwei von uns eine nette Fahrt im RTW ins Hamelner Krankenhaus. Und zu allem Überfluß mußte auch die zweite Gruppe aus der Samtgemeinde unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren.

Bereits im Vorfeld mußte Manuel leider die Teilnahme absagen. Dann informierte uns Finja darüber, daß sie wegen eines kleinen Unfalls vermutlich keine Höchstgeschwindigkeit erreichen würde. Und am frühen Morgen kam dann noch die Nachricht, daß auch König Lukas kurzfristig ausfällt…

Trotzdem starteten wir relativ pünktlich um 10:30 Uhr nach Bodenwerder. Die Feuerwehr Haste lieh uns freundlicherweisen neben Jan Norden als Füller auch noch ihren MTW für die Fahrt. Nach Umfahrung einiger gesperrter Straßen kamen wir glücklich in der Münchhausenstadt an. Dort konnten wir zunächst das bekannte Bewerter-Team aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont begrüßen – endlich ein gutes Zeichen?

Nach der Anmeldung starteten wir mit der Schlauchstafette. Es gilt dabei, auf Zeit acht C-Schläuche hintereinander auszurollen und zu einer verdrehungsfreien Leitung zusammenzukuppeln. Trotz einiger Unsauberkeiten, war die Übung nach 56 Sekunden beendet und wir hatten drei von vier möglichen Punkten erreicht. Danach kam der Löschangriff nach FwDV3 an die Reihe. Beim Kuppeln der Saugleitung gab es ein paar Schwierigkeiten (erst Mastwurf, dann Halbschläge und DANN die Leine zum Maschinisten werfen…). Ansonsten konnten die Jugendlichen auch hier eine saubere Übung abliefern und bekamen wieder verdiente drei Punkte.

Von den ersten Anstrengungen konnten wir uns dann bei der Station „Fragen“ erholen. Die theoretische Prüfung über Feuerwehrfachliches und Allgemeinwissen war kein Problem und endet mit vier sicheren Punkten.

Nun standen die sportlichen Herausforderungen auf dem Programm und damit begann das Unglück. Zunächst entschieden wir uns für das Kugelstoßen. Da wir das in dieser Zusammensetzung noch nie geübt hatten,war schwer einzuschätzen, ob wir die geforderten 55m erreichen würden. Leider war die Antwort darauf ein klares „Nein“, denn ein Gruppenmitglied berührte beim Stoß die als Markierung ausgelegte Holzlatte. Nach den Regeln gilt das als „übergetreten“ und der Stoß war ungültig – eine Null-Wertung in dieser Disziplin. Außerdem verletzte Nina sich bei ihrem Stoß an der Schulter.

Zum Glück kann eine Gruppe unter bestimmten Voraussetzungen eine vergeigte Disziplin am gleichen Tag wiederholen. Dazu muß sie mit den restlichen Übungen mindestens zehn Punkte zusammenbekommen und darf keine andere Null-Wertung haben. Dazu fehlte uns noch der 1.500m-Staffellauf. Auch hier war nur schwer zu sagen, ob wir die Höchstzeit von 4:10 min unterbieten können. Da Finja nicht ganz  so schnell unterwegs sein würde, Nina durch die schmerzende Schulter beeinträchtigt war und wir die Stabübergabe mit dieser Gruppe auch noch nie richtig geübt hatten, war die Spannung nahezu unerträglich. Um es kurz zu machen – die Laufzeit lag am Ende bei ziemlich genau vier Minuten und damit hatten wir auch diesen Punkt sicher.

Nun durften wir zur Wiederholung des Kugelstoßens antreten. Bei Erreichen der 55m-Markierung wäre die Leistungsspange doch noch bestanden. Leider konnte Nina inzwischen den rechten Arm nicht mehr dazu benutzen, wollte aber natürlich nicht ausgewechselt werden. Sie hat die Übung dann mit links absolviert und war damit nicht viel schlechter, als im ersten Durchgang. Trotzdem reichte die Mobilisierung der letzten Kräfte am Ende nicht aus. Nachdem alle neun Jugendlichen gestoßen hatten, lagen wir bei knapp über 51m und hatten damit das Ziel um 4m verfehlt. Schade für Nina, Tobi und Florian, aber leider nicht zu ändern.

Im Anschluß entschieden wir uns dann dazu, Ninas Schulter untersuchen zu lassen. Dafür mußte uns der Holzmindener Rettungsdienst ins Krankenhaus nach Hameln fahren. Zum Glück renkte sich das Gelenk kurz nach unserer Ankunft wieder ein und die anderen lasen uns nach dem Besuch eines bekannten Schnellrestaurants auf dem Heimweg wieder auf.

Die andere Gruppe aus der Samtgemeinde hatte ein ähnliches Problem. Das zum Großteil aus Waltringhäusern bestehende Team mit je einem Bewerber aus Rehren und Sachsenhagen wurde durch unseren großen Lukas verstärkt. Das Pech klebte ihnen schon zu Anfang am Hacken und ließ sie beim Kugelstoßen ebenfalls übertreten. Nach einem kurzen Frust-Moment kam die „jetzt erst recht“-Stimmung raus und führte zu besten Bewertungen im feuerwehrtechnischen Teil. Im Staffellauf gab es eine Schrecksekunde, als Lukas und Marcel sich bei der Stabübergabe uneinig waren und Lukas sich dabei auf die Fr… packte. Super, noch ein Verletzter für die JF Riehe…

Auch diese Gruppe konnte problemlos zehn Punkte sammeln und trat am Ende noch einmal zum Kugelstoßen an. Aber leider waren auch hier keine ausreichenden Kräfte mehr vorhanden und die Truppe verfehlte das Ziel nur um wenige Zentimeter.

Alles in allem ein unbefriedigender Tag für uns alle. Aber auch mit Niederlagen muß man halt mal leben. Für Nina und Tobi ist das Ergebnis im Grunde kein Problem. Dann starten wir halt nächstes Jahr noch einmal. Florian und Marcel aus der Waltringhäuser Gruppe wären dann aber schon zu alt. Daher starten die beiden in jedem Fall Ende Oktober in einer gemeinsamen Gruppe noch einmal.

Vielen Dank an alle Füller, insbesondere an Jan, der auch noch gefahren ist. Außerdem ein Dankeschön an die FF Haste und die Firma Kunkel für die Bereitstellung der Fahrzeuge. Zudem Danke an Enrico und Marco fürs Fahren und und die Betreuung unserer Jugendlichen während Raphas Abwesenheit.

Und natürlich gibt es trotz der Pleite ein paar Fotos: